Erschöpfung, die einfach nicht weichen will. Herzrasen ohne erkennbaren Anlass. Konzentrationsprobleme, die den Alltag zur Herausforderung machen. Für viele Menschen, die nach einer Impfung mit anhaltenden Beschwerden zu kämpfen haben, beginnt eine lange und oft frustrierende Suche nach Antworten. Das sogenannte Post-Vac-Syndrom ist noch immer wenig erforscht, wird von vielen Ärztinnen und Ärzten nicht auf Anhieb erkannt – und stellt Betroffene damit vor eine doppelte Belastung: die körperlichen Beschwerden selbst und das Gefühl, mit ihnen nicht ernst genommen zu werden.
Genau hier setzt die 360° Ursachenmedizin an, wie wir sie in unseren Heilpraktiker-Praxen in Bremen und Lübeck verfolgen. Wir möchten in diesem Beitrag einordnen, was das Post-Vac-Syndrom sein kann, warum es so vielschichtig ist – und welche Rolle eine tiefgehende Ursachenforschung dabei spielen kann.
Als Post-Vac-Syndrom werden gesundheitliche Beschwerden bezeichnet, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung auftreten können und über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Das Beschwerdebild ist bislang nicht einheitlich definiert, und auch die Frage, welche Vorgänge im Körper dahinterstehen könnten, wird in der Forschung aktuell noch diskutiert. Auffällig ist, dass sich viele der berichteten Symptome mit denen von Long Covid überschneiden – ein Hinweis darauf, dass ähnliche Regulationsstörungen im Körper eine Rolle spielen könnten.
Was Betroffene eint, ist meist weniger die exakte Diagnose als vielmehr die Erfahrung: Sie waren vor einem bestimmten Zeitpunkt belastbar, leistungsfähig, im Gleichgewicht – und seither ist etwas grundlegend anders. Diese Erfahrung ernst zu nehmen, ist aus unserer Sicht der erste und wichtigste Schritt.
Wichtig ist uns dabei eine differenzierte Sprache: Wir sprechen bewusst nicht von „der“ Ursache des Post-Vac-Syndroms, sondern von einem möglichen Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Pauschale Erklärungen werden der Komplexität dieses Beschwerdebilds aus unserer Erfahrung selten gerecht und führen zu Hilflosigkeit und Frustration.
Menschen mit Post-Vac-Syndrom berichten von einem breiten Spektrum an Beschwerden. Häufig genannt werden:
Was diese Symptome zusätzlich erschwert: Sie lassen sich in klassischen Untersuchungen oft nicht eindeutig einem einzelnen Befund zuordnen. Viele Betroffene berichten, dass Blutwerte „unauffällig“ waren, obwohl sie sich alles andere als gesund fühlten. Das kann enorm belastend sein – gerade dann, wenn Beschwerden als „psychosomatisch“ abgetan werden, ohne dass die eigentlichen Zusammenhänge im Körper erkannt wurden.
In unseren Praxen erleben wir immer wieder, dass Patientinnen und Patienten mit einem Stapel an Laborbefunden zu uns kommen – und trotzdem keine Erklärung für ihr Befinden erhalten haben. Das liegt daran, dass ein Laborwert für sich genommen meist nur eine Momentaufnahme darstellt: einen Ist-Zustand, keine Antwort auf die Frage, wie es dazu gekommen ist.
Aus unserer Erfahrung ist die entscheidende Frage nicht nur, welcher Wert von der Norm abweicht, sondern warum. Zeigt sich beispielsweise, dass bestimmte Immunzellen nicht richtig funktionieren oder ein Nährstoffspiegel niedrig ist, stellt sich für uns die Anschlussfrage: Woran könnte das liegen? Ein niedriger Wert kann bedeuten, dass etwas fehlt – er kann aber auch bedeuten, dass der Körper einen vorhandenen Stoff aktuell nicht richtig aufnehmen oder verwerten kann. Genau an dieser Stelle beginnt aus unserer Sicht die eigentliche Ursachenforschung: Labordiagnostik liefert uns eine wichtige Orientierung und einen Ausgangspunkt – sie ersetzt jedoch nicht die Suche nach den dahinterliegenden Zusammenhängen.
Ein Aspekt, der bei anhaltenden Beschwerden nach einer Impfung aus unserer Sicht viel zu selten betrachtet wird, ist der Zustand des Nervensystems – insbesondere das Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus. Vereinfacht gesagt: Der Sympathikus versetzt unseren Körper in einen Zustand von Aktivität und Alarmbereitschaft, der Parasympathikus ist für Erholung, Verdauung und Regeneration zuständig. Befindet sich ein Mensch dauerhaft in einem sympathisch geprägten Zustand, kann das viel Energie kosten – Energie, die dem Körper an anderer Stelle, etwa für Regenerationsprozesse, fehlt.
Ein belastendes Ereignis, ein Infekt oder auch eine Impfreaktion kann durch immunologische Fehlregulation (Zytokine) das Nervensystem in einen solchen Alarmzustand versetzen. Bleibt dieser Zustand über längere Zeit bestehen, kann sich das auf ganz unterschiedliche Körperfunktionen auswirken – von der Verdauung über das Herz-Kreislauf-System bis hin zur kognitiven Leistungsfähigkeit. Wichtig ist uns hierbei zu betonen: Das Nervensystem reagiert dabei immer im Kontext. Chemischer Stress, frühere Infektionen, Schwermetallbelastungen, aber auch emotionale Themen oder Glaubenssätze können die Funktion des Nervensystems mitbeeinflussen. Deshalb reicht es aus unserer Erfahrung selten aus, nur an einer einzelnen Stellschraube zu drehen – es geht darum, die Kontexte zu verstehen, in denen sich ein Mensch befindet.
Symptome zu lindern kann eine wichtige Entlastung im Alltag sein – sie beheben jedoch nicht zwangsläufig das, was die Beschwerden am Laufen hält. Ein Medikament kann das „Feuer“ dämpfen, ohne die „Glut“ darunter zu löschen, wie wir es in unserer Praxis gerne beschreiben. Genau deshalb legen wir in unserer Arbeit den Fokus zunächst auf eine möglichst gründliche Ursachenforschung, bevor eine individuelle Therapie beginnt.
Unser Vorgehen orientiert sich an drei aufeinander aufbauenden Phasen:
Wer über längere Zeit mit unklaren, schwer greifbaren Beschwerden lebt, kennt neben den körperlichen Symptomen häufig auch Gefühle von Angst, Hilflosigkeit oder Frustration. Diese Gefühle sind keine Nebensache – sie können den Körper zusätzlich belasten und den ohnehin angespannten Zustand des Nervensystems weiter verstärken und den Entzündungsprozess beschleunigen. Deshalb ist uns wichtig, dass eine ganzheitliche Begleitung die emotionale und psychische Ebene mit einbezieht, statt sie auszuklammern.
In unserer Arbeit nutzen wir dafür unter anderem Ansätze wie das Kopf-Herz-Bauch-Coaching. Dahinter steht die Beobachtung, dass Menschen unterschiedliche Kernbedürfnisse in den Vordergrund stellen: die einen ein starkes Bedürfnis nach Autonomie, andere nach Beziehung, wieder andere nach Sicherheit und Überblick.
Werden diese Kernbedürfnisse über längere Zeit nicht gelebt, kann das aus unserer Erfahrung zusätzlichen Stress im System erzeugen. Diese Zusammenhänge zu erkennen, kann ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr innerer Stabilität sein – losgelöst von schnellen Antworten oder einfachen Erklärungsmustern.
Uns ist wichtig, an dieser Stelle klar zu sein: Eine 360° Ursachenforschung ist kein Versprechen auf schnelle oder garantierte Besserung, und sie ersetzt nicht die Zusammenarbeit mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Wie schnell und in welchem Umfang sich Veränderungen zeigen, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich – das hängt von der individuellen Vorgeschichte, der Dauer der Beschwerden und vielen weiteren Faktoren ab. Auch einzelne Maßnahmen, die für eine Person hilfreich sind, können für eine andere Person nicht passend oder sogar belastend sein. Genau deshalb ist eine individuelle Begleitung durch geschultes Fachpersonal aus unserer Sicht so wichtig – anstelle allgemeiner Tipps, die der Komplexität chronischer Beschwerden selten gerecht werden.
Wenn Sie seit einer Impfung mit anhaltenden Beschwerden leben und das Gefühl haben, mit Ihren Fragen bislang nicht wirklich weitergekommen zu sein, nehmen Sie sich gerne die Zeit für ein persönliches Gespräch. Gemeinsam schauen wir, welche Zusammenhänge in Ihrem individuellen Fall eine Rolle spielen könnten – als ein möglicher erster Schritt auf dem Weg zu mehr Lebensqualität.
Vereinbaren Sie einen Termin in unseren Heilpraktiker-Praxen in Bremen oder Lübeck – wir nehmen uns Zeit, Ihren Beschwerden gemeinsam mit Ihnen auf den Grund zu gehen.
Sascha Schäfer ist seit rund 20 Jahren als Heilpraktiker tätig und Gründer der 360° Ursachenmedizin mit Praxen in Bremen und Lübeck. Seine fachliche Prägung erhielt er ursprünglich in der amerikanischen Chiropraktik, bevor er sich intensiv der Frage widmete, wie stark das Nervensystem von äußeren und inneren Kontexten – von chemischem Stress bis hin zu emotionalen Themen – beeinflusst wird. Diese Erfahrung, verbunden mit eigener gesundheitlicher Herausforderung in der Vergangenheit, prägt bis heute seinen ganzheitlichen Blick auf chronische Beschwerden.
Wie lange dauert es, bis sich eine Besserung zeigt?
Das lässt sich pauschal nicht seriös beantworten, da es von zahlreichen individuellen Faktoren abhängt – etwa davon, wie lange die Beschwerden bereits bestehen und welche Zusammenhänge sich im Rahmen der Ursachenforschung zeigen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Unsere Leistungen werden als heilpraktische, privatärztliche Leistungen erbracht. Zur Kostenübernahme durch gesetzliche oder private Krankenkassen können wir an dieser Stelle keine allgemeingültige Aussage treffen – hierzu empfehlen wir eine Rückfrage bei der eigenen Krankenkasse.
Ist das Post-Vac-Syndrom bei jedem Menschen gleich?
Nein. Die berichteten Beschwerden, ihr Verlauf und die möglichen Zusammenhänge sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Genau deshalb setzen wir auf eine individuelle Ursachenforschung statt auf ein festes Behandlungsschema.